„Alles wird gut“ beim Höhlenkonzert

Dritte Auflage der „mystischen Klänge“ aus der Westerheimer Schertelshöhle ein Erfolg

Die sieben „Choristen“ aus Ulm begeisterten beim Höhlenkonzert in der Westerheimer Schertelshöhle. Das Konzert war Bestandteil
Die sieben „Choristen“ aus Ulm begeisterten beim Höhlenkonzert in der Westerheimer Schertelshöhle. Das Konzert war Bestandteil der Aktionen während der Biosphärenwoche.
Claudia Meindl

Westerheim sz „Genießen Sie mit uns das wunderbare Ambiente und den unvergleichlichen Klang der 212 Meter langen Höhle.“ So hat Alexander Kneer, Geschäftsführer des Höhlenvereins Westerheim, die gut 130 Gäste des Höhlenkonzerts in der sieben Grad kalten Schertelshöhle begrüßt. „Wenn jemand weinen muss wegen der ergreifenden Musik, das macht nichts. Wir sind in einer Tropfsteinhöhle“, machte Kneer in seiner humorvollen Art klar und erntete dafür bereits den ersten Spontanapplaus. „Begrüßen Sie mit mir im Rahmen dieser Biosphärenveranstaltung die chorreichen Sieben“.

Bei der dritten Auflage des mystisch beleuchteten Konzerts traten Marianka Rehm an der Geige und „die Choristen“ aus Ulm auf. „Wir sind die Choristen, eine junge Acapella-Gruppe aus Ulm“, stellten sich die sieben jungen Männer vor. „Wir, die Männerstimmen der St. Georgs-Chorknaben, haben trotz des verschiedenen Alters von 14 bis 23 Jahren eines gemeinsam: den Spaß am gemeinsam Singen.“

Die sieben Sänger aus Ulm stiegen mit „Alles wird gut“ in ihr Programm ein, brillierten mit „Im Brunnen vor dem Tore“, dem „Traum vom Glück“ „und setzten mit „Ännchen von Tharau“ im Stil eines Max Raabe ein Zeichen, wobei Bass-Bariton und Tenor mit ihrem riesigen Volumen überraschten. Speziell die sopranklare Kopfstimme begeisterte die Zuhörer. Marianka Rehm an der Geige hatte im ersten Teil ihres Konzerts sehr mit den klimatischen Gegebenheiten der Höhle zu kämpfen. Kälte und Feuchtigkeit setzten dem Instrument zu und auch die kalten klammen Finger angesichts der Eiseskälte waren nicht die Optimalbedingungen für das Streichinstrument. Trotzdem konnte die „Teufelsgeigerin“ mit ihrem Tempo und ihrer Fingerfertigkeit begeistern. Bei ihrem zweiten Auftritt hatten sich Instrument und Künstlerin akklimatisiert und der mystische Akzent der Geige aus der Unterwelt kam voll zum Tragen.

Der zweite Teil des Choristen-Konzerts wurde von Kneer passend bezeichnet: „Regional, international, genial.“ Die jungen Sänger hatten für ihren aCapella- Gesang Hits wie „California Dreamin‘“, „Dream, dream, dream“, „Ol‘ Aüppkle Tree“ und „Only You“ ausgewählt. Mit dem Bergsteigerlied „La Montanara“ betraten sie ein weiteres Areal, und auch das Trinklied „Von der Traube in die Tonne“ stand ihnen gut.

Weiche Klänge zum Abschluss

Eigentlich wollten die Chorsänger mit „Guter Mond“ und „Du lässt den Tag oh Gott nun enden“ auch ihr Konzert beenden, allerdings hatten sie da die Rechnung ohne Alexander Kneer und die Zuschauer gemacht. Eine Zugabe speziell für das Silberhochzeitspaar und deren Gäste, die in der Höhle anwesend waren, durfte dabei nicht fehlen. „Schöne Nacht“ wurde also intoniert und als nun die Menge in der Höhle nach einer weiteren Zugabe rief, kamen die „Jungs“ kurzfristig in Druck.

Mit einem gerade einstudierten Song, der „Caravan of Love“, setzten sie einen großartigen Schlusspunkt. Mit „Das war‘s jetzt aber wirklich, mehr haben wir nicht“, verabschiedeten sich die Ulmer von ihrem fest klatschenden Publikum.

Quelle: Schwäbische Zeitung, 25.05.2014

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